Festival “Eliots am Main”

Historischer Festsaal der Freimaurer-Loge zur Einigkeit
Kaiserstr. 37, Frankfurt am Main

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Debüt-Ausgabe unseres Festivals “Eliots am Main” im Oktober 2022 in Frankfurt erfolgreich stattgefunden hat. Vom 17. bis 26. Oktober 2022 präsentierten wir an sechs Abenden im Historischen Festsaal der Freimaurer-Loge zur Einigkeit gemeinsam mit herausragenden Künstlerinnen und Künstlern ein abwechslungsreiches und vielschichtiges Programm von Goethe bis Karmanov.

Neben unserem langjährigen Mentor Alfred Brendel konnten wir auch fantastische Gäste wie Juliane Banse (Sopran), Laura Ruiz Ferreres (Klarinette), Liisa Randalu (Viola), Julia Okruashvili (Klavier), Caspar Frantz (Klavier), Krzysztof Chorzelski (Viola), Luise Buchberger (Cello) und Blake Thomson (Kontrabass) begrüssen.

Impressionen:

(Video, Ton: Johannes Berger)



Presse:

F.A.Z. über das Festival “Eliots am Main”
Frankfurter Neue Presse über das Festival “Eliots am Main”

Programme:

17. Oktober um 19:30h
Goethe und Beethoven
Alfred Brendel, Eliot Quartett

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19. Oktober um 19:30h
Die Blume des Abschieds
Liisa Randalu, Laura Ruiz Ferreres , Eliot Quartett
HINDEMITH, MOZART, BRAHMS

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22. Oktober um 19:30h
Lieder ohne Worte
Julia Okruashvili , Blake Thomson, Eliot Quartett
SCHUBERT, KARMANOV

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23. Oktober um 18h
Liebste Fenchel!
Juliane Banse, Eliot Quartett
MENDELSSOHN, HENSEL – MENDELSSOHN

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25. Oktober um 19:30h
“Dumki
Till Fellner, Eliot Quartett
BACH, SILVESTROV, DVORAK

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26. Oktober um 19:30h
“… to make an end is to make a beginning”(T. S. Eliot)
Krzysztof Chorzelski, Luise Buchberger, Eliot Quartett
BRAHMS

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Alfred Brendel: “Sollte ich einer Tradition angehören, dann am ehesten jener, in der das Meisterwerk dem Interpreten mitteilt, was er zu tun hat und nicht der Interpret dem Komponisten zu verstehen gibt, was er komponiert haben sollte. Der Komponist, der das Werk niederschrieb, wusste es, von Schreibfehlern abgesehen, auf jeden Fall besser”. 

Alfred Brendel gehörte über fünfzig Jahre hinweg zu den weltweit führenden Pianisten. Darüber hinaus hat er sich schreibend, als Essayist in Büchern und mit poetischen Texten, einen Namen gemacht. Seit seinen letzten öffentlichen Konzerten mit den Wieder Philharmonikern in Dezember 2008 (bei Decca auf CD festgehalten) ist er mit Vorträgen, Gedichtlesungen – unter Assistenz von Pierre-Laurent Aimard – und Meisterkursen aktiv geblieben. Bevorzugt ist die Arbeit mit Streichquartetten. Vorträge über die späte Musik Beethovens, über Mozart-Interpretation, komische Musik, Schubert oder Liszt hielt er in Harvard, Princeton, Berkeley, McGill, dem New England Conservatory und Juilliard, sowie Oxford und Cambridge.


Liisa Randalu wurde in Tallinn/Estland geboren und wuchs in Deutschland auf. Als Kammermusikerin und Solistin gastiert Sie regelmäßig bei allen renommierten Festivals im In- und Ausland. Bis 2022 war Liisa Randalu Bratschistin des Schumann Quartetts, mit dem sie eine Reihe bedeutender Wettbewerbe und Preise wie den Internationalen Kammermusikwettbewerb „Franz Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz, den Wettbewerb „Quatuors à Bordeaux“, den Jürgen-Ponto-Preis, den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und den Opus Klassik gewann. Seit 2022 ist Sie Solo-Bratschistin des hr-Sinfonieorchesters. Darüber hinaus lehrt sie seit 2016 als Gastdozentin an der Musikakademie in Tallinn sowie seit 2019 als Lehrbeauftragte für Viola an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.Liisa Randalu spielt eine Viola von Giovanni Pistucci (Neapel) aus dem 19. Jahrhundert.


Laura Ruiz Ferreres ist seit 2011 Professorin für Klarinette an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Davor war sie erste Soloklarinettistin im Orchester der Komischen Oper Berlin unter der Leitung von Kirill Petrenko. Von 2007 bis 2010 unterrichtete sie an der Universität der Künste Berlin. Sie ist künstlerische Leiterin des DeltaChamber Music Festivals, das jährlich im August in Amposta (Spanien) stattfindet. Als Solistin und Kammermusikerin hat Laura Ruiz Ferreres mehrere CDs eingespielt, die letzte mit den Goldberg- Variationen für Septett von J. S. Bach. 

Laura Ruiz Ferreres tritt regelmässig als Soloklarinettistin u. A. mit der Staatskapelle Dresden, dem Bayerischen Staatsorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, und dem Mahler Chamber Orchestra auf. Sie hat unter der Leitung von renommierten Dirigenten wie Teodor Currentzis, Sir Colin Davis, und Pierre Boulez u.a.m. gespielt.


Die aus Moskau stammende Pianistin Julia Okruashvili ist eine Musikerin voller Lebendigkeit, Hingabe und Emotion. Lebendige Phrasengestaltung, Flexibilität und eine sprechende Artikulation charakterisieren ihr Spiel. So urteilt die Presse über die Musikerin: „Eine Pianistin aus der Eliteliga.“ Sie konzertiert regelmässig im Duo mit Künstlern wie Daniel Hope, Bomsori Kim, Camilla Nylund, Albrecht Mayer und László Fenyö in den wichtigsten Musikzentren Europas wie Berliner Philharmonie, Gasteig in München, Festspielhaus Baden-Baden, Zeneakadémia in Budapest, Wiener Musikverein und Philharmonie in Moskau und Sankt Petersburg. Bei den großen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Kronberg Academy Festival, dem George Enescu Festival oder Tokio Spring Festival ist die Musikerin ein gern gesehener Gast. Sie unterrichtet an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.


Blake Thomson wurde in Albuquerque (USA) geboren und hat schon früh begonnen, Musik zu machen. Nach einigen Jahren Geigenunterricht, führte die Liebe zum Jazz dazu, dass er mit 17 Jahren begann Kontrabass zu spielen. Er studierte zunächst an der Arizona State University bei Dan Swaim und Catalin Rotaru und später bei Petru Iuga an der Hochschule für Musik in Mannheim.

Nach Engagements beim Staatstheater Stuttgart und den Bochumer Symphonikern wurde er 2013 Solo Kontrabassist des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Er gastiert international  bei Orchestern wie das Orchestre Nacional d’ile de France, Trondheim Sinfonieorchester, les Dissonance und beim Going Home Festival in Südkorea. Blake ist auch leidenschaftlicher Kammermusiker und spielt regelmäßig in der Kammermusik reihe des WKOs sowie auf Festivals wie das Podium Festival in Esslingen oder der Hohenloher Kultursommer. 


Die in Süddeutschland geborene und in Zürich aufgewachsene Sopranistin Juliane Banse nahm zunächst Unterricht bei Paul Steiner, später bei Ruth Rohner am Opernhaus Zürich und vervollständigte dann ihre Studien bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos in München. Seitdem ist sie weltweit auf Opern- und Konzertbühnen unterwegs, meist in Zusammenarbeit mit den berühmten Dirigenten unserer Zeit wie u. a. Riccardo Chailly, Bernard Haitink, Franz Welser-Möst, Marin Alsop, Zubin Mehta und Manfred Honeck. Aber auch Kammermusik und Liederabende nehmen einen hohen Stellenwert in ihrem Kalender ein. Inzwischen gibt sie ihr Wissen auch an die jüngere Generation weiter: Seit dem Wintersemester 2020/2021 unterrichtet sie als Professorin am Mozarteum in Salzburg, außerdem leitet sie international  Meisterkurse. Bei Wettbewerben im In- und Ausland ist sie ein gefragtes Jury- Mitglied.


Till Fellners internationale Karriere begann 1993 mit dem 1. Preis beim renommierten Concours Clara Haskil. Seitdem ist er ein gefragter Gast bei den wichtigen Orchestern und in den großen Musikzentren Europas, der USA und Japans. Als Solist tritt er mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern und dem Koninklijk Concertgebouworkest auf.

Zu den Dirigenten, mit denen der Künstler konzertiert hat, zählen u.a. Claudio Abbado, Herbert Blomstedt und  Kirill Petrenko. Beim Label ECM erschienen der 1. Band des Wohltemperierten Klaviers und die zwei- und dreistimmigen Inventionen von J. S. Bach, die Klavierkonzerte Nr. 4 und 5 von L. v. Beethoven mit dem Orchestre Symphonique de Montréal und Kent Nagano. 2016 kam eine Einspielung des Klavierquintetts von J. Brahms mit dem Belcea Quartett für Alpha Classics heraus, die mit dem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet wurde.


Krzysztof Chorzelski wurde 1971 in Warschau geboren und ist heute auf der ganzen Welt vielseitig aktiv als Bratschist des renommierten Belcea Quartets, sowie als Solist, Lehrer und Kammermusiker. Als Solist tritt Krzysztof mit europäischen Orchestern wie der Sinfonia Varsovia und Real Filarmonia de Galicia auf.

Als Kammermusikpartner spielt er mit Ensembles wie dem Quatuor Ysaye, Quatuor Ebene, Pavel Haas Quartet, Jerusalem Quartet und Skampa Quartet und mit Künstlern wie Piotr Anderszewski, Christian Zacharias, Katya Apekisheva, Henning Kraggerud and Natalie Clein. Im Jahr 2006 wurde er vom Alban Berg Quartett eingeladen gemeinsam in einer Konzertreihe aufzutreten, die im Konzerthaus Wien Mozarts 250.Geburtstag feierte. Krzysztof gastiert regelmäßig als Solobratscher in führenden Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, dem Chamber Orchestra of Europe und Philharmonia Orchestra und ist zusätzlich selbst aktiv als Dirigent. Seit 2020 ist Krzysztof Professor für Kammermusik und Bratsche an der Barenboim Said Akademie in Berlin.


Luise Buchberger ist Solocellistin des Orchestra of the Age of Enlightenment in London und Mitglied des Chamber Orchestra of Europe. Sie gastiert außerdem regelmäßig als Solocellistin bei vielen der namhaften Ensembles für Alte Musik wie den English Baroque Soloists unter John Eliot Gardiner, der Akademie für Alte Musik Berlin, und der Academy of Ancient Music. Auf dem modernen Cello ist sie als Gast-Solocellistin gleichermaßen gefragt bei Ensembles wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Scottish Chamber Orchestra, Oslo Philharmonic und der Camerata Salzburg. Luise Buchberger wurde 1984 in Frankfurt am Main geboren und absolvierte ihre Studien auf dem modernen Cello bei Clemens Hagen und bei Thomas Grossenbacher. In 2013 schloss sie ihr Studium ab mit dem Konzertexamen im Fach Barockcello bei Kristin von Goltz an der HfMDK Frankfurt am Main. Sie spielt ein Barockcello von Giacomo Gavelli aus Perugia von 1730, Eigentum des Buchberger-Gavelli Trusts London, und ein Cello von Lorenzo Ventapane aus Neapel von 1820.